Schwimmende Verlegung von Kunststoffplatten
Mobile Kunststoffplatten werden grundsätzlich schwimmend verlegt. Sie liegen auf dem Untergrund auf und bleiben innerhalb des Systems beweglich. Dadurch kann sich der gesamte Flächenverbund an Belastungen anpassen.
Beim Befahren wirken mehrere Einflüsse gleichzeitig auf die Fläche: Überfahrten, horizontale Scherkräfte bei Lenkbewegungen sowie temperaturbedingte Materialbewegungen des Kunststoffs. Bei Wärme dehnt sich das Material aus, bei Kälte zieht es sich wieder zusammen.
Damit sich diese Einwirkungen ausgleichen können, benötigen Verbindungssysteme ein gewisses Bewegungsspiel zwischen den Platten. Zu starre Verbindungen würden diese Bewegungen blockieren und Kräfte könnten sich im Verbund aufbauen.
Vollverband mit Kreuzfuge im Flächenverbund
Beim Vollverband werden die Plattenreihen ohne Versatz angeordnet. Die Fugen verlaufen in durchgehenden Linien und bilden einen klar strukturierten Flächenverbund.
Diese Verlegeart wird häufig gewählt, wenn Plattformflächen oder gerade Fahrspuren aufgebaut werden sollen. Typische Anwendungen sind temporäre Baustraßen, Arbeitsplattformen oder Lagerflächen mit überwiegend linearen Bewegungen.
Bei Anwendungen mit starken Lenkbewegungen oder Rangierfahrten kann eine versetzte Verlegung im Halbverband Vorteile bieten, weil sich Kräfte dann anders im Flächenverbund verteilen.
Verbindungspunkte stabilisieren den Verbund
Die Stabilität eines Vollverbandes hängt entscheidend von der Anzahl der Verbindungspunkte im System ab. Während einfache Platten meist nur über vier Eckpunkte oder Klammern in den Grifflöchern der kurzen Plattenseite verbinden, verfügen hochwertige Platten mit 12- oder 16-Loch-Verbindungssystemen über deutlich mehr Kopplungspunkte im Flächenverbund.
Belastungen verteilen sich dadurch auf mehrere Verbindungen, statt nur auf wenige Eckpunkte zu wirken. Klammerverbindungen erlauben zudem meist nur lineare Verbindungen entlang der kurzen Plattenkanten, nicht aber den stabilen Aufbau von Plattformflächen oder seitlichen Erweiterungen.
Bewährte Praxis beim Aufbau stabiler Flächen:
- Platten mit 12- oder 16-Loch-Verbindungssystem einsetzen
- Alle Verbindungspunkte nutzen
- Kreuzungspunkte von vier Platten mit 4-Fach Verbindern koppeln
Praxisempfehlung für Plattformflächen
Als Praxisempfehlung für Plattformflächen gilt: Ein Verbindungssystem mit möglichst vielen Kopplungspunkten im Flächenverbund erhöht die Stabilität der gesamten Fläche deutlich.
In dieser Referenz wird der Aufbau einer Plattformfläche mit der x:tek Hochleistungs-Fahrplatte gezeigt. Ihr 12-Loch-Verbindungssystem ermöglicht viele Verbindungspunkte und sorgt dadurch für eine besonders stabile Kopplung der Platten.
Seit über 20 Jahren unterstützt Securatek Bauunternehmen, Vermieter und Projektverantwortliche bei der Planung temporärer Fahrspuren, Plattformflächen und Baustraßen. Die Erfahrung aus über 10.000 Projekten hilft dabei, das passende Plattensystem und Verlegeprinzip sicher zu wählen. Jetzt beraten lassen und Plattformflächen sicher und stabil planen.