Warum Baustellen im Stadtraum komplex werden
Innerstädtische Baumaßnahmen in Fußgängerzonen stellen Bauplaner, Baulogistiker und städtische Ämter regelmäßig vor besondere Herausforderungen. Kritisch wird es vor allem dort, wo unterschiedlichste Interessen und Nutzungen auf derselben Fläche koordiniert werden müssen. Neben Baustellenverkehr und Baustelleneinrichtung spielen dabei unter anderem öffentliche Wegebeziehungen, Rettungswege, Lieferverkehre, barrierefreie Übergänge sowie laufende Geschäftsbetriebe eine wichtige Rolle. Gleichzeitig müssen auch unterirdische Medien, Straßenreinigung und weitere Abläufe des öffentlichen Raums weiterhin funktionieren.
Gerade auf gemeinsam genutzten Innenstadtflächen entstehen dadurch Zielkonflikte, bei denen individuelle Anforderungen möglichst gemeinsam berücksichtigt werden müssen. Im Vorfeld werden deshalb technisch geeignete Schutzlösungen zum Schutz sensibler Bodenbeläge, Natursteinflächen, Pflasterflächen oder Asphaltbereiche zunächst durch städtische Stellen geprüft.
Beim Ortstermin werden mögliche Lösungen gemeinsam mit Bauleitung, Baulogistikern, Ordnungsamt und allen Anspruchsgruppen vorgestellt, bewertet und abgestimmt. Am Ende entscheiden alle Beteiligten, welche Schutzlösung die unterschiedlichen Anforderungen bestmöglich miteinander vereinbart.
Anforderungen an Schutzlösungen im öffentlichen Raum
Welche Schutzlösung sich für bestehende Flächen eignet, hängt von mehreren Faktoren ab als nur von der Belastbarkeit eines Systems. Neben weiteren technischen Anforderungen wie Aufbauhöhen, Rampenlösungen, Rutschhemmung, Wasserablauf oder Lärmemissionen spielt auch die optische Integration in das bestehende Umfeld eine entscheidende Rolle.
Zusätzlich müssen auch funktionale Anforderungen berücksichtigt werden, etwa wie sich die Schutzflächen im laufenden Betrieb durch Kehrmaschinen reinigen, im Winterdienst räumen oder bei Bedarf punktuell öffnen lassen, um weiterhin Zugang zu unterirdischen Medien zu ermöglichen. Hinzu kommen organisatorische Fragen zu Kontrollintervallen, Zuständigkeiten und der laufenden Ertüchtigung der Schutzflächen während der gesamten Projektdauer.
Erst aus dem Zusammenspiel dieser Anforderungen ergibt sich, welche Schutzlösungen für die jeweilige Situation grundsätzlich geeignet sind und im gemeinsamen Ortstermin mit allen Beteiligten vorgestellt, bewertet und abgestimmt werden.
Welches Schutzsystem zum Einsatz kam
Zum Schutz der sensiblen Natursteinflächen kam schließlich ein schwimmend verlegtes Schutzsystem zum Einsatz. Es bestand aus x:tek Hochleistungs-Fahrplatten aus Kunststoff als Schutzbelag, Verbindern zur Kopplung der einzelnen Platten und einer dämpfenden Gummigranulatmatte als Trennlage zwischen Schutzbelag und bestehender Pflasterfläche. Die Trennlage unterstützte die Schonung des Untergrunds, reduzierte mögliche Lärmemissionen und verbesserte die Lagetreue des schwimmend verlegten Schutzsystems.
- Bewährtes Schutzsystem für sensible Naturstein- und Pflasterflächen
- Flexible Anpassung an Baustellenverkehr und öffentliche Nutzung
- Einfache Verlegung, Ertüchtigung und abschnittsweiser Rückbau
Praxiswissen für Bauprojekte im Stadtraum
Bei Projekten im öffentlichen Raum entscheiden Erfahrung, Abstimmung und Praxiswissen häufig über die passende Schutzlösung. Wir unterstützen seit über 20 Jahren innerstädtische Baustellen, Baustellenlogistik und temporäre Schutzflächen bei Neubau, Modernisierung, Sanierung, Revitalisierung, Rückbau oder Infrastrukturmaßnahmen.
Ob in der Planungsphase, während laufender Baumaßnahmen oder bei konkreten Herausforderungen im Projektverlauf, begleiten wir Bauplaner, Baulogistiker, Bauleiter, Projektentwickler, Behörden und ausführende Unternehmen bei der Auswahl, Abstimmung und Umsetzung geeigneter Schutzlösungen. Lassen Sie sich von uns beraten.